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US-Regierung hat seine Unternehmen im Griff

Digitale Erpressbarkeit:

Wie Europa 20 Jahre Innovation verschlafen hat

Der “Kill Switch” ist real – aber Europa ist selbst schuld

Europa hängt am digitalen Tropf von US-Konzernen. Microsoft, Google, Amazon – sie alle könnten theoretisch von heute auf morgen den Stecker ziehen. Im Februar 2025 hat Microsoft dem Chefankläger des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH) den Zugang zu seinem E-Mail-Konto gesperrt. Grund: US-Sanktionen.

Das war kein Bug. Das war US-Recht in Aktion.

Aber: Europa hat sich diese Abhängigkeit selbst geschaffen. Durch 20 Jahre falsche Politik, Überregulierung und das systematische Abwürgen eigener Innovation.

Inhaltsverzeichnis

 

Wie Europa die Abhängigkeit selbst
geschaffen hat

Bevor wir über US-Konzerne reden: Europa hatte 20 Jahre Zeit, eigene Tech-Unternehmen aufzubauen. Stattdessen hat die Politik:

1. Energieversorgung sabotiert

  • Atomkraft abgeschaltet (Deutschland)

  • Kohle verboten

  • Abhängigkeit von russischem Gas (jetzt auch weg)

  • Ergebnis: Höchste Strompreise weltweit, unzuverlässige Versorgung

  • Ohne günstige, stabile Energie keine Rechenzentren, keine Tech-Industrie

2. Industrie verscherbelt

  • Kuka (Robotik) an China verkauft

  • Maschinenbau durch Überregulierung geschwächt

  • Chemie-Industrie wandert ab (BASF)

  • Halbleiter-Produktion nie ernsthaft aufgebaut

3. Innovation erstickt

  • DSGVO: Gut gemeint, für KMUs kaum umsetzbar

  • Digital Services Act: Zensur-Infrastruktur unter dem Deckmantel von “Sicherheit”

  • AI Act: Regulierung, bevor überhaupt relevante europäische KI existiert

  • StartUp-Gründung: Kämpfe gegen 47 verschiedene Behörden

4. Bürokratie als Innovations-Killer

  • In den USA: LLC gründen, loslegen

  • In Deutschland: Finanzamt, Datenschutz, Gewerbeaufsicht, Arbeitsschutz, etc.

  • Ergebnis: Tech-Talente wandern in die USA ab

 

Wie abhängig ist Europa heute?

Die Zahlen sind eindeutig:

  • 78% der deutschen IT-Entscheider sagen: Abhängigkeit von US-Anbietern ist zu hoch

  • 82% wünschen sich europäische Alternativen

  • Aber: Die meisten setzen trotzdem weiter auf Microsoft, Google, Amazon

Warum? Weil lange Zeit europäische Alternativen als “nicht konkurrenzfähig” galten. Das hat sich geändert – aber viele wissen es noch nicht.

digitale-Abhaengigkeit-Europas-darstellt
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Was konkret passieren könnte

Experten wie Dennis-Kenji Kipker (IT-Rechtler, Hochschule Bremen) warnen: “Digitale

 Erpressbarkeit ist kein theoretisches Risiko mehr.” Die USA könnten über mehrere Hebel zugreifen:

1. US Cloud A

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ct (seit 2018)

  • Erlaubt US-Behörden Zugriff auf alle Daten bei US-Unternehmen

  • Völlig egal, wo die Server stehen (Paris, Frankfurt, Amsterdam)

  • Microsoft, Google, Amazon müssen auf Anfrage liefern

2. IEEPA (Notstandsgesetz)

  • Trump nutzte es bereits für seine Zölle

  • Präsident kann bei “außerordentlicher Bedrohung” durchgreifen

  • Theoretisch auch für Zugriffssperren auf Cloud-Dienste nutzbar

3. Exportkontrollen

  • Ähnlich wie bei Huawei: Kein Zugang mehr zu Google-Diensten

  • Bei Cloud-Anbietern genauso möglich

4. Indirekte Druckmittel

  • Drohung mit Verlust von Staatsaufträgen in den USA

  • Compliance-Vorschriften, die US-Anbieter zur Kooperation zwingen

Das Worst-Case-Szenario

Professor Rüdiger Weis (Hochschule für Technik Berlin) sagt klar: “Ein Präsidialerlass würde Deutschland wirtschaftlich und verwaltungstechnisch digital ernsthaft beeinträchtigen, wenn nicht sogar handlungsunfähig machen.”

Was das konkret bedeutet:

Wie Europa die Abhängigkeit selbst geschaffen hat Bevor wir über US-Konzerne reden: Europa hatte 20 Jahre Zeit, eigene Tech-Unternehmen aufzubauen. Stattdessen hat die Politik: 1. Energieversorgung sabotiert Atomkraft abgeschaltet (Deutschland) Kohle verboten Abhängigkeit von russischem Gas (jetzt auch weg) Ergebnis: Höchste Strompreise weltweit, unzuverlässige Versorgung Ohne günstige, stabile Energie keine Rechenzentren, keine Tech-Industrie 2. Industrie verscherbelt Kuka (Robotik) an China verkauft Maschinenbau durch Überregulierung geschwächt Chemie-Industrie wandert ab (BASF) Halbleiter-Produktion nie ernsthaft aufgebaut 3. Innovation erstickt DSGVO: Gut gemeint, für KMUs kaum umsetzbar Digital Services Act: Zensur-Infrastruktur unter dem Deckmantel von "Sicherheit" AI Act: Regulierung, bevor überhaupt relevante europäische KI existiert StartUp-Gründung: Kämpfe gegen 47 verschiedene Behörden 4. Bürokratie als Innovations-Killer In den USA: LLC gründen, loslegen In Deutschland: Finanzamt, Datenschutz, Gewerbeaufsicht, Arbeitsschutz, etc. Ergebnis: Tech-Talente wandern in die USA ab Wie abhängig ist Europa heute? Die Zahlen sind eindeutig: 78% der deutschen IT-Entscheider sagen: Abhängigkeit von US-Anbietern ist zu hoch 82% wünschen sich europäische Alternativen Aber: Die meisten setzen trotzdem weiter auf Microsoft, Google, Amazon Warum? Weil lange Zeit europäische Alternativen als "nicht konkurrenzfähig" galten. Das hat sich geändert – aber viele wissen es noch nicht.E-Mail-Verkehr lahmgelegt (Outlook, Gmail, Exchange)

Kalender und Termine nicht mehr abrufbar

Dokumente in der Cloud gesperrt (OneDrive, Google Drive, SharePoint)

Geschäftsdaten nicht mehr zugänglich

Kommunikation gestört (Teams, Slack auf MS/Google-Basis)

Klingt dramatisch? Ein einfacher Vergleich: Stell dir vor, dein Bankautomat kopiert nicht nur deinen Kontostand, sondern auch deine PIN – und gibt beides an einen Konzern in einem anderen Land weiter. Undenkbar? Genau das passiert mit deinen Geschäftsdaten. Das Worst-Case-Szenario

Was Deutschland tut (Symbolpolitik statt echter Lösungen)

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Schleswig-Holstein:

Einziges Bundesland, das alle Microsoft-Produkte aus Landesbehörden entfernt hat

Ministerpräsident Daniel Günther (CDU): “Wir haben alles rausgeschickt, was mit diesen Tech-Konzernen verbunden ist.”

Aber: Gleichzeitig fordert Günther Social-Media-Verbote für unter 16-Jährige und Zensur “kritischer Medien”

Problem: “Souverän” heißt für diese Politiker nicht “frei”, sondern “unter unserer Kontrolle”

 

 

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU):FTZN-FRTZ tippt

  • Versprechen: Staat wird “Ankerkunde für souveräne Arbeitsmittel”

  • Beschaffung stärker auf europäische Produkte ausrichten

  • Realität: Bisher nur Ankündigungen, keine Taten

EU-Ebene:

  • Digitale Souveränität wird seit Jahren diskutiert

  • EU Data Act (seit September 2025) soll Anbieterwechsel erleichtern

  • Aber: Löst nicht das Problem des US-Zugriffs

  • Gleichzeitig: Digital Services Act (Zensur-Infrastruktur), AI Act (Innovation-Killer)

 

Russland zeigt, wie es geht

Während Deutschland noch diskutiert, ob Migration “zu aufwendig” ist, hat Russland längst gehandelt:

Bär zeigt wie es geht

Astra Linux:

Eigene Linux-Distribution, basierend auf Debian

Wird landesweit in Behörden, Militär und kritischer Infrastruktur eingesetzt

Komplett ohne Microsoft, komplett ohne Google

Entwickelt seit Anfang der 2000er Jahre

Das zeigt: Digitale Souveränität ist möglich. Man muss es nur wollen – und umsetzen.

Europäische Alternativen existieren – man muss sie nur nutzen

Die gute Nachricht: Es gibt funktionierende Alternativen. Und die sind längst konkurrenzfähig.

Cloud-Infrastruktur:

  • Open Telekom Cloud: DSGVO-konform, Rechenzentren in DE/NL, Open-Source-Basis (OpenStack)

  • OVHcloud (Frankreich): Größter europäischer Cloud-Anbieter

  • IONOS (Deutschland): Cloud-Hosting, Server, Storage

  • Hetzner (Deutschland): Dedizierte Server, Cloud-Infrastruktur

Office & Produktivität:

  • LibreOffice: Ersetzt Microsoft Office komplett – kostenlos, Open Source

  • OnlyOffice: Cloud-Kollaboration, kompatibel mit MS-Formaten

  • Nextcloud: Ersetzt OneDrive, SharePoint, Teams – selbst hostbar oder bei EU-Anbietern

E-Mail & Kommunikation:

  • Mailbox.org (Deutschland): DSGVO-konform, Ende-zu-Ende-Verschlüsselung

  • Posteo (Deutschland): Ökologisch, anonym nutzbar

  • Eigene Mailserver: Mit Linux (Mailcow, Mail-in-a-Box)

Collaboration:

  • Nextcloud Talk: Video, Chat, Screen-Sharing

  • Jitsi: Open-Source-Videokonferenzen

  • Element/Matrix: Dezentraler Messenger, selbst hostbar

Was Unternehmen jetzt tun sollten

1. Bestandsaufnahme machen digitale-Abhaengigkeit-Europas-darstellt

Welche Dienste laufen bei US-Anbietern?

Wo liegen sensible Daten?

Welche Abhängigkeiten bestehen?

2. Risikobewertung

Wie kritisch wäre ein Ausfall?

Welche Daten dürfen NICHT in US-Hände?

Was ist das Worst-Case-Szenario?

 

3. Schrittweise Migration planen

digitale-Abhaengigkeit-Europas-darstelltNicht alles auf einmal umstellen

Mit unkritischen Bereichen starten (Test-Abteilung)

Pilot-Projekte mit europäischen Anbietern

4. Lokale IT-Partner suchen

Europäische Dienstleister statt US-Konzerne

Regionale Hoster mit Rechenzentren in der EU

Open-Source-Experten für individuelle Lösungen

5. Mitarbeiter schulen

Umgewöhnung braucht Zeit

Schulungen für neue Tools

Change Management nicht unterschätzen

Was Privatpersonen tun können

Auch als Einzelperson kannst du unabhängiger werden:

TUX adminSofort umsetzbar:

E-Mail: Mailbox.org oder Posteo statt Gmail (3€/Monat)

Cloud: Nextcloud bei Hetzner Storage Share (5€/Monat für 1TB)

Office: LibreOffice statt Microsoft 365 (kostenlos)

Betriebssystem: Linux Mint statt Windows 11 (kostenlos)

Für Fortgeschrittene:

Eigener Nextcloud-Server auf Raspberry Pi (150€ einmalig)

Eigener Mailserver (für Tech-Affine)
VPN bei europäischem Anbieter

Der EU Data Act: Hilft, löst aber das Kernproblem nicht

Seit September 2025 gilt der EU Data Act. Er soll den Wechsel zwischen Cloud-Anbietern erleichtern. Das ist gut – aber es löst das fundamentale Problem nicht:

Solange Daten bei US-Anbietern liegen, greifen US-Gesetze.

Auch wenn die Server in Frankfurt stehen. Auch wenn ein EU-Vertrag abgeschlossen wurde. Der US Cloud Act steht darüber.

Das einzige Mittel: Daten zu europäischen Anbietern migrieren, die unter EU-Recht stehen.

Fazit: Europa muss aufhören zu jammern und anfangen zu handeln

Digitale Souveränität ist keine technische Frage. Es ist eine Frage des Willens.

Russland hat es vorgemacht mit Astra Linux. Europa diskutiert noch, ob Migration “zu aufwendig” ist.

Die Zeit läuft.


Quellen:

  • Cloud Computing Insider: “Europa ist digital erpressbar” (26.01.2026)

  • Bitkom Cloud Report 2025

  • ISG Provider Lens Multi Public Cloud Services 2024

  • T-Systems Whitepaper “The European Way”

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